Ein Garten voller Leben, in dem sich Igel, Fledermäuse, Eidechsen und viele andere Nützlinge wohl fühlen: Wer wünscht sich das nicht?
Bienen und Schmetterlinge sorgen dafür, dass sich aus den Blüten des Apfelbaums auch saftige Äpfel entwickeln, Igel halten die Schnecken in Schach und Käfer und Spinnen sorgen für Pflanzen ohne Blattläuse. In so einem Naturgarten braucht man weder Schneckenkorn noch sonstige Gifte. Hier fühlt sich das Leben wohl. Natürlich muss man all den Nützlingen und Insekten auch den passenden Unterschlupf bieten. Dazu kann man zum Beispiel ein Insektenhotel in die Gartenplanung mit einbeziehen. Das ist eine einfache und schnelle Lösung. Wer auch größeren Tieren ein Zuhause bieten möchte, braucht eine Trockenmauer und einen Reisighaufen, in dem sich zum Beispiel Igel gern einrichten.
Trockenmauern gibt es schon seit Jahrhunderten. Dazu werden Natursteine einfach ohne Mörtel aufeinander geschichtet. Dadurch entstehen viele verschieden große Hohlräume im Mauerwerk, in denen sich bald Eidechsen, Blindschleichen, Kröten und Hummeln gern einnisten. Sie und andere Insekten dienen bedrohten Vogelarten wie Rotkehlchen, Zaunkönig oder Heckenbraunelle als Nahrung.
Wichtig ist die Ausrichtung der Trockenmauer in Ost-West-Richtung. So hat immer eine Seite der Mauer Schatten und eine Seite Sonne.
Größere Fugen in der Mauer kann man einfach mit Blumenerde auffüllen. Hier gedeihen mediterrane Kräuter, kleine Farne, Nelken, Steintäschel, Hungerblümchen oder Igelpolster.
Eine frei stehende Trockenmauer sollte nicht höher sein als 1,20 Meter, damit sie nicht umstürzt. Die Neigung sollte zehn Prozent nicht übersteigen.